Montreal im Schnelldurchlauf

Montreal im Schnelldurchlauf

250 km zurück nach Montreal. Wusstet Ihr, dass Montreal nach Paris die zweitgrößte Stadt ist, in der französisch gesprochen wird? Der Großteil der Stadt befindet sich auf einer Insel im St-Lorenz-Strom und hat ca. 1,7 Mio Einwohner, da kann man sich auch ganz gut vorstellen, was für ein Mega-Fluss der St-Lorenz ist 🙂 Wir haben ca. 1,5 Tage Zeit, uns ein Bild zu machen.

Zuerst das Olympia-Stadion und der botanische Garten, direkt neben unserm Hotel gelegen. Ich habe mal wieder Lust auf Blütenfotografie. Jahreszeitlich bedingt sind die meisten Blüten allerdings schon leicht hinüber. Es macht trotzdem Spaß. Bis wir durch sind ist es Abend.

Am Folgetag durchstreifen wir das Stadtzentrum. Diesmal kein Hopon-Hopoff-Bus. Den muss man hier schon am Vortag buchen, sonst gibt es keine mehr. Außerdem, es gibt nur 2-Tages-Tickets pro Person 50 Dollar. Das scheint uns jetzt doch ein bisschen übertrieben. Also diesmal mit Handy und Google Maps. Das klappt eigentlich ganz gut. Google bestimmt halt so ziemlich, was wir uns ansehen 🙂 🙂 🙂

Insgesamt ehrlich gesagt, haut uns die Stadt nicht gerade um. Das Gesamtbild ist eher chaotisch, der Bereich am Hafen ist hässlich. Auch sonst ist der Mix aus alt und neu irgendwie unharmonisch. Das Wetter ist gewittrig, sehr schwül. Wir kämpfen ein bisschen, brauchen des öfteren eine Kaffeepause. Wir schlendern durch Vieux Montreal, den alten Stadtkern, schauen bei der eindrucksvollen Kirche Notre-Dame de Sacre-Coeur vorbei. Besichtigung von Innen ist leider nicht drin, denn die Warteschlange ist ellenlang. Einen Abstecher runter zum Hafen muss natürlich sein. Schließlich geht’s noch einmal kreuz und quer durch die Einkaufsstraßen bis wir wieder – wie durch Zauberhand an unserem – teuer bezahlten – Parkplatz landen. Der Parkwächter ist ziemlich unfreundlich und herablassend und bleibt mir als einzig negative Begegnung bisher in Erinnerung. Nach 6 Stunden reicht’s uns, und wir machen uns auf den Weg zurück zum Hotel.

Fürs Abendessen suchen wir uns – wieder online – ein Lokal, das fußläufig erreichbar ist. Wir sind ein bisschen aufgeregt, denn parallel ist nun unsere Tochter Valerie mit dem Flieger unterwegs nach Calgary, wo wir uns morgen treffen werden. Nach dem Städtetrip haben wir jetzt richtig Lust auf Natur, Steine, Bäume, Berge!

250 km back to Montreal. Did you know that Montreal is the second largest French-speaking city after Paris? The majority of the city is located on an island in the St-Lorenz river and has about 1.7 million inhabitants, so you can easily imagine what a mega river the St-Lorenz is 🙂 We have about 1.5 days to get a picture.

First we have the Olympic Stadium and the botanical garden, right next to our hotel. I’m in the mood for flower photography again. Due to the season most of the flowers are already slightly over. It is still fun. Until we are through it is evening.

The following day we roam through the city centre. This time no Hopon Hopoff bus. You have to book it the day before, otherwise it will be scarce. Besides, there are only 2-day tickets per person 50 dollars. That seems a bit exaggerated to us now. So this time with mobile phone and Google Maps. That actually works quite well. Google pretty much determined what we look at 🙂 🙂 🙂

To be honest, the city doesn’t really knock us out. The overall picture is rather chaotic, the area at the harbour is ugly. Also otherwise the mix of old and new is somehow inharmonious. The weather is thundery, very humid. We fight a bit, often need a coffee break. We stroll through Vieux Montreal, the old city centre, passing by the impressive church Notre-Dame de Sacre-Coeur. Unfortunately, there is no interior view, because the queue is very long. A side trip down to the harbour is a duty. Finally we cross the shopping streets again and again until we land again – as if by magic – at our – dearly paid – parking lot. The parking attendant is quite unfriendly and condescending and remains in my memory as the only negative encounter so far. After 6 hours it’s enough for us and we make our way back to the hotel.

For dinner we search – online again – for a restaurant that is within walking distance. We are a bit excited, because at the same time our daughter Valerie is on her way with the plane to Calgary, where we will meet tomorrow. After the city trip we really want nature, stones, trees, mountains!

Quebec erkunden

Quebec erkunden

Für die Besichtigung von Quebec haben wir einen Tag Zeit eingeplant. Wir fahren mit dem Auto in die Stadtmitte. (Öffentliche Verkehrsmittel scheinen hier nicht wirklich angezeigt, denn laut Google dauert es damit 1h, mit dem Auto nur 20 Minuten :-)) Die Parkgebühren sind ganz schön saftig, aber, naja, wir sind im Urlaub!

Vieux Quebec, das alte Stadtzentrum ist ein richtiger Touristenmagnet. Es wimmelt von Menschen, die über die schönen Plätze und schmalen Gassen flanieren. Wir lassen uns in der Menge treiben. Schauen uns die verschiedenen Sehenswürdigkeit der Stadt an, das Chateau Frontenac, Laufen entlang der Stadtmauer bis zur Abraham Ebene und wieder zurück. Im Basse-Ville unterhalb des Chateau gibt es zahlreiche schmale Gässchen und kleine Plätze mit jeder Menge kleiner Souvenirläden. Sehr südfranzösisch alles. Das Wetter ist wunderbar war, fast heiß. Das französische Stimmengewirr um uns herum, wir fühlen uns wirklich wie im Urlaub am Mittelmeer.

Der Blick auf den mächtigen Sankt-Lorenz-Strom, von den Terrassen des Chateau aus, ist wirklich einmalig. Der Fluß ist hier sehr breit, zweigeteilt um eine große Flußinsel herum wirkt fast wie ein weiterer See. Von hier aus bis zum Atlantik sind es weiter 700 km auf dem mächtigen, immer breiter werdenden Fluss. Der Name Quebec bedeutet so viel wie ” Da wo der Fluß enger wird” nach Quebec Richtung Montreal wird das Flußbett nämlich wesentlich schmäler.

Am Nachmittag entscheiden wir uns, doch noch eine (ziemlich teure, wie leider alles hier in Canada) 1,5 stündige Fahrt auf dem Fluss zu buchen. Wir genießen die Fahrt auf dem mächtigen Fluss und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen.

We have scheduled a day to visit Quebec. We drive to the city centre by car. (Public transport doesn’t really seem to be indicated here, because according to Google it takes 1h, with the car only 20 minutes :-)) Parking fees are pretty steep, but, well, we’re on vacation!

Vieux Quebec, the old city centre is a real tourist magnet. It is teeming with people strolling through the beautiful squares and narrow streets. We let ourselves drift in the crowd. Take a look at the different sights of the city, the Chateau Frontenac, walk along the city wall to the Abraham plain and back again. In the Basse-Ville below the Chateau there are numerous narrow alleys and small squares with a lot of small souvenir shops. Very southern French everything. The weather is wonderful, almost hot. The French babble of voices around us, we really feel like on holiday at the Mediterranean Sea.

The view to the mighty St. Lawrence river from the terraces of the Chateau is really unique. The river is very wide here, divided in two around a large river island, almost looks like another lake. From here to the Atlantic it is a further 700 km on the mighty, ever widening river. The name Quebec means as much as “where the river gets narrower” to Quebec towards Montreal, the riverbed becomes much narrower.

In the afternoon we decide to book another (quite expensive, like unfortunately everything here in Canada) 1.5 hour trip on the river. We enjoy the trip on the mighty river and let the sun shine in our faces.

Quebec – Frankreich in Kanada!

Quebec – Frankreich in Kanada!

Nach der kurzen Stippvisite in Kingston geht es gleich weiter nach Quebec, der Hauptstadt der Provinz Quebec. Eine Fahrt von 540 km! Laut Wikipedia ist in Quebec die Amtssprache Französisch. Irgendwie können wir uns das nicht so recht vorstellen. Wir sind gespannt.

540 km Fahrt, das klingt zunächst nicht so dramatisch, aber bei 100 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen … da zieht sich die Fahrt wie Kaugummi. Im Gegensatz zu unserer Reise in Neuseeland, wo in kurzen Entfernungen immer wieder neue spannende Landschaftseindrücke auf uns warteten, fahren wir hier Kilometer um Kilometer immer durch dieselbe! 540 km Wiesen, Felder, niedrige Laubwälder, kein Hügel, geschweige denn ein Berg in Sicht! Eine riesige nicht endende grüne Ebene, durchschnitten vom St.-Lorenz-Strom – Saint-Lawrence – jetzt Saint Laurent.

Sobald wir die Provinzgrenze zu Quebec übertreten / überfahren … tatsächlich, on y parle francais 🙂 … alle Straßenschilder auf französisch, aus dem Autoradio schallt französische Musik, an den Raststätten wird ausschließlich französisch um uns herum gesprochen. Wir sind in Frankreich angelangt. Irgendwie haben wir auch das Gefühl, dass die Menschen ein bisschen anders ticken. Franzosen eben 😉

Das bestätigt sich, als wir am Abend in Quebec ankommen, um noch einen kleinen Stadtbummel zu machen und uns ein leckeres Abendessen zu gönnen.
Hier gibt es jede Menge historische Gebäude, keine Wolkenkratzer, jede Menge Menschen gehen gemütlich durch die Gassen, fröhliches Stimmengewirr, entspannte Stimmung. Die Restaurants sind brechend voll. Wir fühlen uns wie im Urlaub in Südfrankreich.

Nach dem Essen bummeln wir noch ein bisschen durch die Stadt und treffen auf ein Live-Rockband. 50 Jahre Woodstock, altbekannte Songs aus unserer Jugend werden hier mit Inbrunst geschmettert! Einmalig. Alles in allem ein sehr schöner Abend.

After a short flying visit to Kingston, we continue to Quebec, the capital of the province of Quebec. A journey of 540 km! According to Wikipedia, the official language in Quebec is French. Somehow we can’t really imagine that. We are curious.

540 km drive, that doesn’t sound so dramatic at first, but at 100 kilometres per hour top speed on motorways … the drive stretches like chewing gum. In contrast to our trip in New Zealand, where new exciting landscape impressions were waiting for us in short distances, we drive here kilometre by kilometre through the same! 540 km meadows, fields, low deciduous forests, no hill, let alone a mountain in sight! A huge never ending green plain, crossed by the St.-Lorenz-Strom – Saint-Lawrence – now Saint Laurent.

As soon as we cross the provincial border to Quebec … actually, on y parle francais 🙂 … all street signs in French, the car radio plays French music, at the rest stops only French is spoken around us. We have arrived in France. Somehow we also have the feeling that people tick a little differently. French people 😉

This is confirmed when we arrive in Quebec in the evening to take a little stroll through the city and treat ourselves to a delicious dinner.
There are lots of historical buildings, no skyscrapers, lots of people walking through the streets, cheerful voices, relaxed atmosphere. The restaurants are crowded. We feel like on holiday in the South of France.

After dinner we stroll through the city and meet a live rock band. 50 years of Woodstock, well-known songs from our youth are blazed with fervor here! Unique. All in all a very nice evening.

Weiter geht’s nach Kingston

Weiter geht’s nach Kingston

Heute geht es weiter zum nächsten Ziel. Auf dem Weg nach Quebec machen wir Zwischenstation in Kingston. Einem kleinen Städtchen an der Mündung des St. Lawrence Stroms in den Ontario See. Wir fahren kilometerlang über flaches Land, Wiesen, buschige Laubwälder, Ackerflächen und eine bolzengerade Autobahn. Landschaftlich gibt es nichts allzu spannendes zu entdecken, sie erinnert mich ein bisschen an da Rheintal zwischen Karlsruhe udn Mannheim 😉

Unser Hotel in Kingston liegt direkt am Highway und ist leicht zu finden. Kingston war in den Anfängen Hauptstadt von Kanada. Davon sieht man jetzt allerdings nicht mehr sehr viel. Es ist ein eher verschlafenes Städtchen am See. Wir lassen es heute gemütlich angehen. Auch zum Fotos machen habe ich keine so rechte Lust. Es gibt hier einige Straßenzüge mit den typischen historischen Wohnhäusern der Kanadier. Aber die Motive können mich nicht so recht zum Fotografieren verleiten.

Eigentlich hatten wir Dinner beim Cruisen auf dem Ontario geplant, aber leider sind die Plätze des einzigen Ausflugsschiffes schon komplett ausgebucht, bis wir allmählich daher kommen. Da suchen wir uns halt ein kleines nettes Lokal im Mexican Style und gönnen uns dort ein leckeres Abendessen.

Today we continue to the next destination. On the way to Quebec we stop in Kingston. A small town at the mouth of the St. Lawrence River into Lake Ontario. We drive for miles over flat land, meadows, bushy deciduous forests, arable land and a straight motorway. There is nothing too exciting to discover, it reminds me a bit of the Rhine valley between Karlsruhe and Mannheim 😉

Our hotel in Kingston is located directly on the highway and is easy to find. Kingston was in the beginning the capital of Canada. But you don’t see much of that anymore. It is a rather sleepy little town at the lake. Today we take it easy. I don’t feel like taking pictures either. There are some streets with the typical historical houses of the Canadians. But the motives can’t tempt me to take pictures.

Actually we had planned dinner while cruising on the Ontario, but unfortunately the places of the only excursion ship are already completely booked up, until we come along. So we look for a small nice restaurant in Mexican style and treat ourselves to a delicious dinner.

Kreuz und Quer durch Toronto

Kreuz und Quer durch Toronto

Toronto ist eine typisch nordamerikanische Stadt. Quirlig, lebendig, lärmend, ein bisschen verlebt. Wir haben nur einen Tag für Sightseeing zur Verfügung, klar dass wir nur einen groben Eindruck gewinnen können! Ich war ja im März schon einmal da und kenne die typischen Locations schon. Unser Hotel ist mitten in Downtown, ganz in der Nähe vom Dundas Square. Beste Voraussetzungen also. Eine Runde mit dem Hop on Hop off Bus und ein ausführlicher Besuch des ROM Royal Ontario Museum, der Hafen und der Destillery Dicstrict stehen auf dem Plan.

Ein Highlight ist die Bootsfahrt zu den Toronta islands … hier haben wir einen einmaligen Blick auf die Skyline … aus verschiedenen Blickwinkeln, mit dramatischem Wolkenszenario – heute ist es den ganzen Tag schwül und gewittrig – ich schieße eine ganze Menge unvergesslicher Fotos.

Leider reicht uns die Zeit nicht, auch noch den Destillery Destrict zu besuchen … wir haben einfach morgens zu viel Zeit beim Frühstück im Loblaws verbummelt. Übrigens “Loblaws” ein Supermarkt in der Carlton Street, den ich beim letzten Besuch im März schon kennengelernt hatte, fasziniert mich immer wieder auf Neue. Die Qualität der Lebensmittel, das Angebot an frischen Produkten, die Präsentation des Ganzen und vor allem auch die Sauberkeit! Etwas vergleichbares habe ich in Deutschland noch nicht angetroffen!

Am Abend dann das absolute Highlight unseres Toronto-Besuchs. Wir treffen uns mit Chris und Ihrem Mann aus Toronto und Anne aus Indianapolis zum Essen. Chris habe ich bei unsere März-Tour kennengelernt.  Ich liebe es, Einheimische zu treffen und mehr über ihr Leben zu erfahren. Alle drei haben griechische Wurzeln, sind in der zweiten Generation in Kanada, verstehen sich als Kanadier. Das passt auch sehr gut zum gesamten Eindruck, den man hier in Kanada gewinnt. Auf das friedliche Völkermix ist man sehr stolz und steht dazu. Mir ist das sehr sympathisch. Ein unvergesslicher Abend.

Toronto is a typical North American city. Quirlig, lively, noisy, a little dirty in some corners. We only have one day for sightseeing, of course we can only get a rough impression! I was already there in March and already know the typical locations. Our hotel is in the middle of downtown, very close to Dundas Square. So the best conditions. A round with the Hop on Hop off Bus and a detailed visit of the ROM Royal Ontario Museum, the harbour and the distillery Dicstrict are on the agenda.

A highlight is the boat trip to the Toronta islands … here we have a unique view of the skyline … from different angles, with a dramatic cloud scenario – today it is humid and thundery all day long – I shoot a lot of unforgettable photos.

Unfortunately we don’t have enough time to visit the Destillery Destrict … we just spent too much time in the morning having breakfast in the Loblaws. By the way “Loblaws” a supermarket in Carlton Street, which I had already met during my last visit in March, fascinates me again and again. The quality of the food, the range of fresh products, the presentation of the whole thing and above all the cleanliness! I haven’t found anything comparable in Germany yet!

In the evening the absolute highlight of our visit to Toronto. We meet Chris and her husband from Toronto and Anne from Indianapolis for dinner. I got to know Chris on our March tour.  I love meeting locals and learning more about their lives. All three have Greek roots, are in their second generation in Canada, see themselves as Canadians. That fits very well to the overall impression you get here in Canada. They are very proud of the peaceful mix of peoples and stand by it. I like that very much. An unforgettable evening.